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on 09 Juli 2017

Rasse: Weiß-Blaue Belgier

Die Weiß-Blauen Belgier sind eine belgische Rinderrasse und zeichnen sich vor allem durch ihren muskulösen Körper aus. Sie ist Anfang des 19. Jahrhunderts durch eine Kreuzung von Shorthorn-Rindern mit einheimischen Fleischrindern entstanden. Doch schon bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts sind die Shorthorn-Rinder aus der Zucht der Weiß-Blauen Belgier gänzlich verschwunden und nur ihre positiven Eigenschaften, wie der elegante Körperbau, ihre Fruchtbarkeit und die Vielfalt an Farben, blau, weiß und schwarz, sind geblieben.
Die Rasse wurde zunächst sowohl für die Milch- als auch für die Fleischproduktion gehalten. Seit dem 2. Weltkrieg, als sich der Trend zu magerem Fleisch durchsetzte, wurden die Weiß-Blauen Belgier nur noch wegen ihres zartem und nahezu fettfreien Fleisch gezüchtet.

Die starke Bemuskelung entsteht durch eine Genmutation, die das extreme Wachsen der Muskeln verursacht. Diese natürliche Mutation findet in dem Gen statt, das das Protein Myostatin kodiert. Dieses wird auch „Muskelwachstum-Hemmungs-Protein“ genannt. In der gesunden Form dieses Gens sollte das Muskelwachstum gehemmt werden. Da die belgische Rinderrasse, aufgrund der Genmutation, nur das geschädigte Myostatin enthält, ist dieses nicht in der Lage das Wachstum zu hemmen. Doch diese Mutation behindert nicht nur das Muskelwachstum, sondern beeinflusst auch die Fettbildung, weshalb die Weiß-Blauen Belgier mit sehr wenig Fettmasse ausgestattet sind.

Dieses starke Muskelwachstum kommt an allen fleischtragenden Partien vor. Der Kopf ist recht klein und länglich und tief am Rumpf angesetzt. Dieser wirkt auch in Relation zum Körper sehr klein, da die mittel- bis großrahmigen Tiere einen schweren und breiten Körperbau besitzen. Die Hörner sind meist klein, stumpf und leicht nach vorne gebeugt. Das kurze, stichelhaarige Fell variiert in den Farben weiß, blau-weiß, schwarz-weiß und kann schimmelig gefleckt bis gescheckt auftreten.
Die weiblichen Kühe können ein Gewicht zwischen 700 bis 800kg erreichen, wenn sie 138cm groß sind. Die massigen Bullen können sogar 1.100 – 1.300kg bei 148cm erreichen.

Durch diese starke Bemuskelung entsteht auch das hochwertige Qualitätsfleisch. Meistens werden diese Tiere daher als Fleischrasse gezüchtet. Durch das niedrige Fettbildungsvermögen hat diese Rasse daher einen sehr hohen Fleischanteil. Im Vergleich zu anderen Rassen liefern sie im Verhältnis zur Futtermenge wesentlich mehr Fleisch und produzieren weniger Mist.

Entgegen ihrer massigen Statur und dem hohen Gewicht, ist der Charakter der Tiere sehr sanftmütig, ruhig und menschenbezogen. Im Gegensatz zu anderen Rinderrassen haben die Weiß-Blauen Belgier eine höhere Ausschlachtung, die zwischen 20 und 25 Prozent liegen kann. Außerdem ist das Fleisch qualitativ hochwertiger und sehr mager.


 

Verbeterd Roodbont

Diese Tiere entstanden aus der „Maas-Rijin-IJssel“ (MRIJ) Rasse. Sie zeichneten sich vor allem durch einen ruhigen Charakter, hochwertiger Fleischqualität und sehr günstiger Schlachtertrag aus. Ebenso wie die Weiß-Blauen Belgier wird auch diese Rasse als „Doppellender“ bezeichnet. Das Doppellender-Gen ist der Verursacher der extremen Bemuskelung bei einigen Fleischrinderrassen.

Seit 1988 besteht für diese Rasse ein offizielles Herdbuch und ist damit die einzige Holländische Fleischrasse.

Beide Rassen haben sehr feine Knochen und eignen sich deswegen besonders zum Kreuzen mit den herkömmlichen Milchrassen.

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